Wenn man für ein paar Tage geschäftlich unterwegs ist, ist es oft etwas schwieriger was gutes zu essen zu bekommen. Besonders wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist und das Restaurant nicht so weit vom Hotel entfernt sein soll. Ein italienisches Ristorante ist oft eine gute Adresse, die bekommen meistens etwas hin (immer nachfragen ob Eier im Pizzateig sind!).
Doch manchmal erlebt man auch echte Überraschungen, besonders wenn man in einem Restaurant mit Auszeichnung landet. Normalerweise würden wir hier kein Konzept empfehlen, das für die Zubereitung von Tieren bekannt ist, aber diese kleine Ausnahme sollte gestattet sein, denn die meisten Restaurants sind schon oft mit einem einzigen veganen Gang überfordert.
Unser Tisch einigte sich sehr schnell auf 4 und 5-Gang Menus und ich schloß mich dem einfach an. Natürlich mit dem Zusatz „alles in vegan bitte„! Auf den leicht irritierten Blick der Bedienung ergänzte ich noch: „keine Eier, keine Butter, keine Milch, kein Honig, kein Fleisch und kein Fisch!“ und schloß die Bestellung mit einem Lächeln und dem Kommentar „überraschen sie mich“! Nach kurzer Rücksprache mit der Küche und der Nachfrage, ob es denn „ganz streng“ sein soll ging es auch schon los, 5 Gänge Gourmet Küche komplett in vegan:
1. Gang: Carpaccio von der roten Beete
2. Gang: Süppchen vom Hokaidokürbis
3. Gang: Tofu gebraten (!) mit getrüffelten Kartoffeln
4. Gang: Strudel mit roten Kartoffeln und Gemüse
5. Gang: Birne an Kirschsorbet
Jeder Gang ein echtes Gedicht, alles frisch und super lecker, und daher bekommt das Restaurant Vitax in Sehnde (bei Hannover) den GenV-“Ehren-Tip“ und nochmal vielen Dank an den Küchenchef Karsten Twiehaus!
Den „Anti-Tip“ bekommt das „Restaurant“ „Bei Baki“ in Bilm/Sehnde, denn dort war das Essen eine absolute Frechheit. Es gab einen Teller Pommes und einen Teller aufgetautes, labberiges Tiefkühlmischgemüse a la fad!
~ Erik






Achim sagte,
Dezember 5, 2007 @ 18:36
Ja-haa, so geht das! Lieber Koch, Du bist ein Dienstleister, also zeig mal, was Du kannst. Hier in Esslingen hab ich das auch schon ein paar Mal gemacht. Sinnigerweise heißt (und liegt) das Lokal, das ich für seine veganen Überraschungsmenüs ebenfalls wärmstens empfehlen kann, allerdings „Am Schlachthof“.
generationv sagte,
Dezember 5, 2007 @ 19:06
Mit viel Glück trifft man halt noch Menschen mit Spaß am Beruf (Berufung). Vielleicht nehmen wir mal diese Art von Restaurants mit auf, Rubrik „Lecker vegan essen wenn es nicht anders geht“ ;)
Allerdings könntest Du Steven Patrick Morrissey nicht in den „Am Schlachthof“ zum essen einladen, denn der hat schon ein Konzert in Dresden im „Alten Schlachthof“ abgesagt, nachdem er erfahren hat, was der Name bedeutet ;)
Ansonsten sind hier weitere gute Tips für „Nichtvegane Restaurants mit erweitertem Horizont“ erwünscht.
jan sagte,
Januar 3, 2008 @ 16:53
Ach die Veganer. Das war noch eine spannende Zeit als ich auch zu Diesen gehörte. Da wird man recht kreativ was die Eigenversorgung betrifft ;)
generationv sagte,
Januar 3, 2008 @ 17:11
Und jetzt ist es wieder langweilig geworden? Wär doch ein guter Grund sich wieder vegan zu ernähren ;)